Sonntag, 17. Januar 2016

Déja Vu



Schon gesehen, schon erlebt! Kurioserweise stelle ich fest, dass ich in jungen Jahren viel häufiger das Gefühl hatte, eine Situation bereits erlebt zu haben. Oft wusste ich sogar (oder meinte zu wissen), was als nächstes passieren würde. Je mehr Jahre vergingen und ich auf das „beste Alter“, in dem ich mich heute befinde, zusteuerte, desto seltener ereilte mich dieses Phänomen.
Kurios deswegen, weil ich denke, dass, je mehr Situationen mir wiederfahren sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich ein Ereignis oder zumindest das Muster eines solchen wiederholen könnte.
Möglicherweise stammen aber auch diese Déja Vus aus einem Leben vor der Reinkarnation und je weiter ich mich von diesem Zeitpunkt, also quasi der Geburt, entferne, desto weniger kann ich mich an das Leben „davor“ erinnern, weil es von dem Erlebten des Jetzigen überlagert wird.
Ja, ich weiß, was sollen bloß solche philosophischen Auswüchse in einem Blog, der sich doch der Bezeichnung nach mit eher angenehmen, unkomplizierten, kulinarischen Themen beschäftigt.
Die Antwort ist ganz simpel: Dieser Beitrag ist ein Déja Vu par excellence.


Wir schreiben das Jahr 2016, es ist Mitte Januar und im Garten liegt mal wieder Schnee, welcher mal wieder ein paar schnelle, einigermaßen ansehnliche Fotos zur Untermalung eines Blogartikels liefert.
Wie Originell! Schneebilder im Januar, wirklich ein erstaunliches wiederkehrendes Ereignis! „Das ist ja mal was ganz Außergewöhnliches“ höre ich schon die ein oder andere miesepetrige Stimme. Wartet‘s ab, es kommt noch besser!


Zunächst einmal muss ich aber das meteorologische Terrain verlassen und zur Erklärung der weiteren Zusammenhänge ein wenig ausholen:
Irgendwann im letzten Jahr erwähnte ich, dass im Küchengerätefundus der 180°-NL Nord noch ein Brüsseler Waffeleisen fehlen würde und zwar nicht, weil es einfach nicht vorhanden ist, sondern weil ich diese dicken, großen Waffeln viel genialer finde, als die flacheren Kollegen in Herzchenform. Diese Äußerung hat I., die Blogehemannschwester, aufgeschnappt, sich gemerkt und an Weihnachten umgesetzt. Und so lag ein wirklich geniales Exemplar eines solchen Waffeleisens für Herrn Suse und) mich unterm Tannenbaum. Genial ist das Gerät, weil es hochwertig verarbeitet, zum Reinigen nahezu komplett auseinandernehmbar ist und super funktioniert. Nach dem Einfüllen des Waffelteiges wird das Gerät für ein perfektes Backergebnis nämlich um 180° (was auch sonst ;-) gedreht.
Bereits am 1. Weihnachtstag wurde das Eisen eingeweiht. Und auch das ist das Schöne an einem Waffeleisen, denn Milch, Mehl, Butter, Zucker und Eier hat man doch meistens im Haus, so dass bei spontanen Gelüsten auf ein feines Kaffeegebäck oder unangekündigtem Besuch schnell mal was Leckeres zusammengeklöppelt werden kann.

Komme ich also zurück zum Eingangsthema, denn gehen wir um fast genau 3 Jahre zurück in der Blogbeitragsgeschichte, dann stoßen wir auf einen Artikel vom 15. Januar 2013, ebenfalls aus der NL Nord. Na? Wenn das mal kein Déja Vu ist und zwar nicht nur für mich, sondern für alle, die heute und vor drei Jahren Hundertachtziggrad besuchten. Ok, die Schneeschicht war damals dicker, aber dafür die Waffeln viel dünner, so dass es insgesamt wieder ausgeglichen ist.


 Es bleibt jedem selbst überlassen, mir zu unterstellen, ich hätte einen an der Waffel, vielleicht sinds ja sogar mehrere. Wenn sie so schmecken, wie die hier vorgestellten, hab ich nix dagegen…



Brüsseler Waffeln mit Hefe

Für Brüsseler Waffeln gibt es verschiedenste Rezepte, die durch die Menge an Butter, Zucker und Milch variieren. Ich habe mir ein Rezept mit Hefe ausgesucht, statt Weizen- Dinkelmehl verwendet und auf die Massen an Hagelzucker im Teig verzichtet, sondern zurückhaltender gesüßt.

1 Vanilleschote
250 ml Milch
1/2 Würfel Hefe
500 g Dinkelmehl 1050
1 Prise Salz
3 Eier
150 g Butter, zerlassen
120 g Rohrohrzucker

Vanilleschote längs halbieren, Mark mit dem Messer herauskratzen und dieses gemeinsam mit der Schote in der Milch erwärmen, 15 Minuten ziehen lassen. Hefe in der Milch auflösen.
Mehl, Salz, Eier, Milchmischung und Butter in eine Schüssel geben und mit dem Knethaken durcharbeiten. Teigschüssel abdecken und ca. 60 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
Nach ca. 45 Minuten das Waffeleisen „aufbauen“ und vorheizen. Zucker unter den Teig rühren und sofort Waffeln backen. Solange der Zucker noch nicht aufgelöst ist, karamellisiert er und macht die Waffeln außen besonders knusprig.


Ich habe die Waffeln mit ein bisschen Puderzucker bestreut und mit Mangoragout und einer Mischung aus 10%igem Joghurt und Frischkäse serviert.

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