Mittwoch, 10. April 2013

Laudatio


„Die Laudatio erklärt dem Preisträger sein Werk.“ 

Kinder, Kinder, Kinder, da habt ihr es der Jury aber nicht leicht gemacht! Dabei hatte ich der Toni noch geraten, es nicht zu intellektuell zu machen, unser Osterpausenüberprückungsrätsel. Weil je größer die Herausforderung, desto mehr Hochform. Was sag ich. HÖGSCHTFORM! Unglaublich.

Insofern sah sich die Grand-Jury gezwungen, die vielen Lösungsvorschläge extrem streng zu beurteilen. Aber obwohl viele Melonen fast richtige Antworten ausgesiebt wurden, ist die Entscheidung am Ende trotzdem nicht leicht gewesen. Aber nun stehen die verdienten LaudatioempfängerInnen fest.

Die Laudatio in der Kategorie „ich komm nicht drauf“ geht letztlich klar an Jutta von „Schnuppschnüss ihr Manzfred“:
Mit dem doppelten Stabreim „schwer, ganz ganz schwer…“ ist Jutta eine Einleitung von einer solcher Poesie und Schönheit gelungen, die wenn, dann nur von Ihren meisterlichen Backwerken erreicht werden kann. Und wie an dieser Stelle bereits subtil die Lösung versteckt („Schwer“, wie der Schnee nach Ostern und „ganz“ wie sacht unterheben) ist noch nicht einmal durch diese kleine Sünden zu übertreffen. Und dann, nach dieser fein ziselierten und melodiösen KuverOuvertüre folgt ein Hauptteil; furios, eruptiv, gleichsam ein Paukenschlag „ich komm nicht drauf“,.
Natürlich nicht, wie auch, es ist ja schon alles gesagt. Großartig, so großartig, dass ich nach Worten ringe und der Preisträgerin herzlich gratuliere und Ihr meinen Platz überlasse, damit sie einige Worte an das staunende Publikum richte.
Dass die Auszeichnung in der Kategorie „doppelte Verneinung“ an die unglaubliche Nata von Pastasciutta geht, dürfte Insider hingegen kaum überraschen:

Es ist ja nicht so, dass sie nur tolle Fotos macht und eine knackige, frische Schreibe hat, dass Ihre Kommentar vom Feinsten sind, dass sie sich mit bemerkenswerter Ausdauer um Pasta mit und ohne Ascuiutta verdient macht, nein Sie macht auch noch Bella Figura.
Aber mit Ihrem falschfährtigen Antwortansatz „Winterfeger“ (bin ich ja selber), „Pistenreiniger“ (braucht kein Mensch) „Firnschrubber“ (pöh, Frühaufsteher) hat sie das Thema in einer Art und Weise kultiviert, die ihresgleichen sucht. Und dann die Antwort, „wohl“ „nein“ „doch“. Wenige Worte viele Wendungen. Einzigartig! Es ist mir eine Ehre, liebe Nata, auch Dir nunmehr den gebührenden Dings einzuräumen. 
Nun wollen wir uns aber der Sparte „vergeistigt“ zuwenden. Wer Anders, als der allseits beliebte, geschätzte, schlagfertige, witzige und kluge MatthiasH (von MatthiasH) sollte hier die Nase vorne haben?
Wenngleich, er im ersten Teil seiner Antwort, so viel Kritik sei mir erlaubt (leider ist es oft beim bloggen auch so, dass gewisse Beiträge kritisch sind), doch noch ein Wenig am Plakativen streifte.
„Einkehrschwung“ also ich muss schon sehr bitten, wir sind ein Genußblog. Ein sehr ernsthafter. Und nicht so wackelig.
Aber er hätte eigentlich alles schreiben können; weil mit der Erkenntnis, dass die Chefin Süd nicht einfach irgendeinen Besen sondern einen magischen eingestellt hat, ist er seinen Mitmenschen latürnich viele Flüge voraus. Tatsächlich ist es ein Nimbus 2000. Ich bin gerührt. Phantastisch! Lieber Matthias, Dein Platz! 
So, und wer jetzt noch ein bisschen mehr Lametta möchte, büddeschön:

den Einspieler über den Preisträger ruhig vorspulen. 

Ambrose Bierce meint übrigens, dass eine Laudatio das Preisen eines Menschen ist, der den Vorzug des Reichtums oder der Macht besitzt oder die Freundlichkeit, tot zu sein.

…oder den wir mögen!

Kommentare:

  1. So ein schöner Laudator und soo schöne Laudatien, ach hätt ich mich doch nur getraut...
    aber euer Rätsel war einfach zu schwer für mich! Bitte denkt doch in Zukunft daran, dass euer Blog für alle da ist, nicht nur für die Intellektuellen.

    Eure treue und leicht frustrierte Leserin
    Christel

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    1. Mönsch Christel, Du musst dich das nächste Mal trauen. Ehrlich. Erstens wollte ich Dir ja schon immer mal den Nicki machen, also laudatieren, zweitens hast Du bestimmt schon als Stammleserin Vorrechte, ich sag mal Stichwort Lebenswerk (Vol. I/III).

      Also ich würde der Jury schon entsprechende Hinweise… Also bittebitte nicht frustriert sein.

      Ob Du den Vorwurf des Intellektualismus ein wenig entkräften tun tätest?

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  2. Heute nur per Liveübertragung vom Sofa zugeschaltet:
    "APPLAUF, APPLAUF"

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    1. Heike, schön Dich wieder auf dem Sofa zu wissen.

      Und gut dass Du hier vorbei schaust. Aber denke bitte dran. Erst wenn der Druck von unten gegen das Auge nachlässt und die Schmerzen mehr von den Nähten kommen, ist ein Blick in den Spiegel erlaubt

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    2. Aye, Sir! So wird's gemacht, Sir!

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  3. Kall, mei Drobbe - ich, öh, äh, ich... hach... also... ich, ja... danke meinen Eltern, meinen Großeltern, meinen Schwestern, meinem Mann und meinem Sohn und der Schwiegertochter, meinen verstorbenen Meerschweinchen Bino und Flecki, meinen Freunden, Schwägern, meinen Nachbarn, meiner Deutschlehrerin Frau Susanne L. und vor allem meinem Deutschlehrer, Herrn Menning, dem Besten der Besten, ich danke dem Dozenten der Mediävistik, Herrn Andreas K., meinem Vermieter, dem Metzger, dem Bäcker, dem Winter, der Rhön und Fulda, dem Heiligen Bonifatius, Abt Sturmius, der Heiligen Lioba, dem Bastelbedarfsladen, dem Siebenschläfer und natürlich der Jury *tränenwegwisch* ich bin.. ich hatte ja keine Ahnung... nie wäre ich darauf gekommen. Danke. Schnief.

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    1. Liebe Jutta,

      dass Du selbst in der Stunde des Triumphes noch an deine Deutschlehrerin Frau Susanne L. denkst, ist doch der Beweis, dass Du mit beiden Beinen fest auf Boden geblieben bist!

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  4. Ich möchte mich der hochprofessionellen Danksagung von Jutta anschließen! Die Schwestern streiche ich raus, weil ich keine habe, die Schwiegertochter muss ich durch die Tochter ersetzen,die Rhön durch den Spessart. Der Rest geht durch, naja gut, die Meerschweinchen waren Lisa und Quiek und was um Himmels Willen ist Mediävistik? Ist das was mit Medien oder was wo die Leute in so lustiigen Gewändern rumlaufen? ;-)

    Außerdem finde ich es Klasse, dass wir hier einen außerordentlich transparenten, nachvollziehbaren und gerechten Kandidaten-Auswahlprozess miterleben durften, mit dem letztendlich jeder Bewerber zurfrieden ist! Kommt auch nur selten vor!

    Andererseits muss ich offensichtlich noch etwas an meinem Image arbeiten! Ein Preis in der Kategorie "Vergeistigt". Also wenn das jemand meinen Lehrerinnen und Lehrern prognostiziert hätte, dass da mal so ein renommierter Preis in so 'ner wichtigen Kategorie rüberkommt.....das hätten die nie für möglich gehalten.
    Dabei....hmmmm.....vergeistigt..... Gottfried, Du denkst dabei nicht an Destillate und so, oder?

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    1. Vergeistigt, lieber Matthias, im Sinne von „hinter die Dinge sehen“. Also hinter dem Einkehrschwung könnte ein Destillat, leider häufig mit viel zu viel Nachlauf.

      Du hast das klar erkannt und es ist nicht Deine Schuld, wenn die Lehrerinnen dir nicht folgen wollten.

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