Samstag, 12. Mai 2012

Auf dem Schlauch…


Montag: 
Das Wochenende war wieder mal zu kurz und Skifahren war ich auch nicht. Eher uninteressiert mal einen Blick in den Dienstplan werfen. "Huch", "Schluck" welcher Idiot hat mich denn schon wieder am Freitag auf den Dienstplan gesetzt?

Da mein Gehirn Montagmorgens allenfalls mechanisch funktioniert, dauert es einige Zeit, bis mir einfällt, dass ich der Idiot ja selber bin. Es gilt; und der schreibt eben auch die Pläne. Und wer die Pläne schreibt, kann es ja bekanntlich niemand recht machen. Noch nicht mal sich selber.

Egal; mir fällt ja immer was ein; sollte kein Problem sein. Außerdem habe ich Abends einen Termin bei meinem Doktor. Nicht weil ich krank bin, sondern weil der mich als Fitnesstrainer fertig machen möchte. Was ihm auch gelingt.

Dienstag:
Nein, mir ist noch nichts eingefallen. Aber es sind ja noch ein paar Tage. 
Trotzdem, ein wenig neidisch linse ich zu Kollegen und Kolleginnen. Micha schwelgt seit Tagen im Frühling und haut einen Knaller nach dem anderen raus. 

Dummerweise ist der Beitrag, den unsere Kellerchefin in Ihrem Nebenjob geschrieben hat auch wieder viel zu gut. Obwohl ich nicht weiß, wie sich mein Opernabo mit meinem Phasenprüfer in Zusammenhang bringen lässt.

Während einer viel zu ausgiebigen Laufrunde fange ich an, darüber nachzudenken, dass es "falschen Hasen" auf Hundertachtziggrad° noch nicht gegeben hat.

Mittwoch:
Zum Mittagessen bin ich im Lausterer mit dem Pilz verabredet. Vielleicht hat der ja eine Idee. Hat er auch; nämlich, dass so eine Flasche Pulvermächer Riesling vom Aldinger... Also wenn die Susa schon...

Zum Glück! Abends im Salon gibt es nur die üblichen Verdächtigen; also Haberschlachter und Co. Für mich also Weizenbier. Alkohol trinke ich übrigens nur am Wochenende. Im Prinzip.

Der falsche Hase klingt allmählich fast schon sexy. 

Donnerstag:
Heute ist also der Tag, an dem ich spätestens meinen Beitrag einstellen sollte. Astrid wird allmählich zum Feindbild mir Ihren vielen Ideen und Events. Ja, jaaaaa da könnte ich es auch. Und wenn ich fotografieren könnte. Obwohl ich zugeben muss, dass die Idee mit der Roberta nicht nur genial ist, sondern auch zeigt, dass man aus allem was machen kann.
 
Zumindest wenn man über Astridsches Talent verfügt. Tue ich nicht, aber ich habe ja immer noch den falschen Hasen.

Aber ehe ich jetzt das Ganze in Angriff nehme, muss dieser Bürotag noch aus den Klamotten gelaufen werden. Wenigstens eine kleine Runde und die dafür schnell. Und wie schön es sich mit schweren Beinen auf der Terrasse sitzt...

In der mir eigenen Disziplin fange ich also an, die Fotos zu sichten. Es sind tolle Naturfotos dabei; die meisten von meinem Erdenglück, die ich im Geiste schon wieder höre, "wer mir den eigentlich erlauben würde,  Ihre Fotos... und man müsste Ihr Melonen und Abermelonen..." Manchmal habe ich das Gefühl, sie ist eine Schwester von Frau L.


Also wenn das Kännchen, die liebe Nessy schon mal aufgestiegen ist, dann könnte man doch mal etwas entspannter sein. Also eine Nachricht an die Chefinnen, dass es Freitagabend werden könnte und eine Privatwette mit mir abgeschlossen.



Freitag:
"anständige Blogger haben ihren Beitrag natürlich einen Tag vorher fertig und müssen am Tag X nur noch einstellen."


Okay, wenigstens die Wette habe ich gewonnen. Und der Sport klappt Abends auch ganz gut. Nur es ist unheimlich drückend. So drückend, dass ich mich kaum noch auf die Talkshow die im deutschen Bloggerfernsehen läuft, konzentrieren kann. Der falsche Hase will mir nicht aus dem Kopf. Einzig der Weißwein schafft etwas Ablenkung. Ist ja schließlich der erste Alkohol in der Woche; im Prinzip.


Vielleicht sollte man den Falschen Hasen faken?


  • Kanninchenbrust samt Bauchlappen vom Knochen lösen, die Nierchen abtrennen.
  • Etwas Aromaten (Möhre, Stangensellerie Schalotte) anbraten.
  • Das Bauchlappen und das Fleisch wickeln und das Fleisch und die Nieren auch anbraten.
  • Fleisch mit einer Würzmischung aus Salz, Fenchelsamen, Piment, Kardamom und Sternanis würzen
  • mit Noilly Prat ablöschen
  • Etwas Geflügelfond dazugeben
  • im Backofen bei 80° zugedeckt ziehen lassen
Dazu vielleicht Fenchel?
  • Zwei große Fenchel und eine mehligen Kartoffeln schälen und würfeln.
  • in Olivenöl andünsten
  • mit Salz, Pfeffer und Piment d´Espelette würzen
  • mit etwas Pernot und etwas Fischfond ablöschen
  • Gemüsebrühe zugeben, bis alles knapp bedeckt ist.
  • Köcheln lassen bis das Gemüse weich ist
  • Pürieren
Etwas gebratenen Fenchel, Zucchini und grünen Spargel dazu.



So, Freitag siebenunddreissig Uhr, alles im Grünen. Sag ich doch!


Kommentare:

  1. OK,
    ein Kaninchen ist ein falscher Hase - oder?

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  2. Schöne Bilder, lecker Essen - warum allerortens der Seufzer zwischen den Zeilen. Bon, vielleicht wat viel Sport und wat viel Alk ;O)

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    1. Viel zuviel Sport! Da lasse ich mich auch nur drauf ein, wenn ich damit meine Ideenlosigkeit kaschieren möchte. Eh klar, oder?

      Wie ich bereits erwähnte, trinke ich keinerlei Alkohol unter der Woche ;-)

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  3. Ich werte es mal positiv, dass Du dieses mal die Verspätung, mit der wir eh gerechnet haben :o), angemeldet hast. Nützen tut Dir das trotzdem nix, auch wenn Deine Version vom falschen Hasen schon ganz nett ist.

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  4. Antworten
    1. Ja wirklich, Robert, der Praktikant hats bei uns aber auch schwer. Wie können wir denn nur von ihm erwarten, dass er seine selbst gesetzten Termine einhält!
      Immer dieses anstrengenden Frauen!!!! :o)

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    2. Ein großes Wort gelassen aufgeschrieben!

      Und noch eines!

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  5. wenn ich das richtig verstehe, hast Du eine Woche lang mindestens einmal jeden Tag für zwei, drei Minuten über Deine Pflichten nachgedacht......ist doch eigentlich gar nicht schlecht für`n Praktikanten.

    Und der Fenchelhase klingt schonmal gut, ich weiß offengestanden nicht so genau, was ich mit meiner Dose Fenchelsaat anstellen soll, Dein falscher Hase wär ja schon mal 'ne Möglichkeit......

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    1. Und wenn ich das noch ergänzend darf: nicht ein mal geht es um Praktikantinnen. Mein Pflichtbewusstsein überrascht auch mich!

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  6. Events? Wie jetzt Events?
    Ideen, ok :)
    Roberta ist übrigens verkauft. *jammer*

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  7. Eline hat schon recht, die Bezeichnungen gehen etwas durcheinander, bei uns ist ein Falscher Hase wahlweise ein Kaninchen, ein Hackbraten oder etwas, das wir aus Opas Kriegserzählungen oder dem Millowitschtheater kennen.
    Und Herr Praktikant, was trinken wir dazu?

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    1. Tja was trinken wir dazu, wenn es kein Tee sein soll?

      Wir hatten einen „Randersackerer Lämmerberg
      Silvaner & Gewürztraminer Spätlese trocken 2010“ von den trockenen Schmitts. Der konnte aromatisch mit, und hat von der (wenigen) Säure her gepasst.

      Hätte mir auch etwas mit mehr Körper und Struktur, gerne mit Holz, vorstellen können.

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