Montag, 16. April 2012

Und hier ist es: Das 180°-Osterbrunch-Überraschungspaket

Aber, wie es aussieht, hat es wohl nicht nur Freude bereitet.

Lest selbst, vorgestern erreichte mich folgende Mail:


Na ja, schon Oma vwG seufzte "Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die keiner kann!" Und da waren Katzen noch nicht mal berücksichtigt.

Lieber Kater Heinrich, hätten wir von Deiner Existenz gewusst, dann wären natürlich noch ein paar ultimative Parmesan-Tunfisch-Chips ins Paket gewandert, oder eine superfeine katzengerechte Leberpastete. Gut, ich mach Dir jetzt das Mäulchen nicht noch wässrig. Es tut uns leid, das hätte so niemals passieren dürfen.

Und nun für alle nicht-kätzischen Leser die exakte Beschreibung des 180°-OBÜP:

Jedes 180°-Teammitglied war angehalten, einen Beitrag zu leisten, d.h. eine kleine Kostprobe seines kulinarischen Schaffens zu geben. Und diese Pröbchen sollten an eine Sammelstelle gesendet werden, um dann zu einem klitzekleinen Paketchen zusammengepackt zu werden. Eine Aufgabe, vor der sich der Praktikant mal wieder in den Skiurlaub gedrückt hat. Da musste ich ran, ich hatte nämlich zusammen mit Toni Osternotdienst.



Als erstes traf der Beitrag der Niederlassung Nord ein. Der Briefträger stand im Wortsinn bedröppelt vor meiner Haustür und hielt mir ein vollkommen durchweichtes, köstlich nach Rindfleisch riechendes Papppapierhäufchen hin, versicherte, das sei ihm schon so übergeben worden, nötigte mir eine Unterschrift ab und suchte das Weite. Die vielen Weinkartons ist er ja schon gewohnt, und er ist stolz, dass ihm da "noch niemals watt passiert ist mit die teuren Flaschen!".

So mussten leider die Originalgaben der NL Nord: 180°-Rinderfond, die Erstausgabe der ultimativen 180°-Kaffeetasse und eine Aij Christal-Chilipflanze  um den Rinderfond reduziert werden, der hatte sich ins Paket ergossen. Zwei Fingerbreit waren noch im Glas, die haben mir an Ostern eine Suppe mit viel frischem Frühlingsgemüse verfeinert. Die Pflanze hat allerdings diesen für Chilipflanzen etwas unüblichen Dünger bestens überstanden. Herr susa hat sie sofort in seine pflegende Obhut genommen. Sie ist bei uns sogar noch ein wenig gewachsen, bis sie wieder auf eine Reise gehen musste.


Und dann - oh Wunder - kam auch schon das Paket des Praktikanten. Vor seinem Skiurlaub. Pünktlich. Alles heil, weil extrem gut verpackt, richtig professionell.

Als Absender entpuppte sich allerdings sein alter Spezi der Lars, der ihm ja immer aus der Patsche hilft, wenn er mal wieder droht, was zu versemmeln.

Gottfried steuerte selbst gemachten Feigensenf, schwarze Nüsse und Ingwermarmelade bei und Lars hat noch seinen ultimativen ZenZero (von dem inzwischen auch meine halbe Nachschaft begeistert ist) und Quitten-Koriander-Orangen-Gelee dazu gepackt.


Als letztes erreichte mich dann das Päckchen der Niederlassung Süd. Bestens verpackt und so liebevoll gestaltet.

Es enthielt den 180°-Hühnerfond, nix ausgelaufen, nix zerbrochen, Purple Curry, so wie dieses hier, aber bei 180° ist natürlich alles selbst gemacht, also zumindest alles Essbare. Dann noch das 180°-Gemüsebrühepulver, von dem man nie geung haben kann, dazu ein wunderbares Jacquard-Küchenhandtuch (fast genauso eines, wie Toni mir bei ihrem Besuch hier mitgebracht hat, leider fand ich nirgendwo einen Zettel, auf dem etwa gestanden hätte Liebe susa, und das blaue Handtuch ist für Dich. Frohe Ostern, Deine Toni), dazu noch ein Ravioliausstecher.


Ich hatte meine Beigaben natürlich auch schon fertig. Dem österlichen Gedanken folgend hatte ich sechs ordentlich isolierende Eierwärmer gebastelt (einer im Gänseeiformat) und nach meinem ultimativen Geheimrezept den 180°-Eierlikör angesetzt. Böse Zungen behaupten ja, Eierlikör wäre der eigentliche und einzig zulässige Grund, sich einen Unaussprechlichen zuzulegen. Und dann gab es noch ein Glas Zitronenkonfit und - als Blogsommelière weiß man ja, was man seinem Ruf schuldig ist, - noch eine Flasche Cuvee2 von Weinbloggerurgestein Dirk Würtz, ein Wein, der beweist, dass auch Basisqualitäten richtig Spaß machen können.




Dann noch alles schnell verpackt, zur Post gefahren und mit Spannung gewartet, ob das Paket auch heil bei unserer Gewinnerin ankommen würde und was sie wohl zur 180°-Performance sagen würde.

Na ja und dann bekam ich zwei Emails, die eine hab ich oben abgedruckt (ich habe mich erkundigt, Datenschutz, Briefgeheimnis, TKG, DSG - gilt alles nur für Menschen, nicht für Katzen) und die andere war von Barbara. Das Paket ist wohlbehalten angekommen, auch die leidgeprüfte Chilipflanze hat auch ihre zweite Reise gut überstanden. Und diese Bilder hat Barbara noch mitgeschickt. Der Barbara hat ihr Gewinn wohl gefallen, so hatte ich den Eindruck.



So, jetzt hab ich mir aber einen feinen Feierabendwein verdient, nach der Packerei und der Aufregung, ob das wohl alles passt und klappt.

Und weil es gerade so ungemütliches Wetter da draußen ist, kann es ruhig noch mal etwas kräftiges Rotes sein, etwas Wärmendes, und vor allem etwas ganz Feines zum Ende der Osterferien und zwar

2006 Merlot Kastelaz Riserva
Elena Walch, Südtirol °°°°

Der duftet ganz fein und intensiv nach reifen Kirschen und schwarzen Johannisbeeren und auch ein wenig erdig-mineralisch; am Gaumen zeigt er eine sehr dichte Textur,  samtiges Tannin, die Fruchtaromen zeigen sich wieder (Kirsche und rote Beeren)  dazu noch jede Menge Bitterschokolade, ein wenig Minze im intensiven vielschichtigen Abgang.

Das ist ein Wein zum Genießen und Meditieren, warm und schmeichelnd, elegant aber nicht geschmäcklerisch.

Prost!








Ach ja, noch was. DERBYSIEG!!!!!


Kommentare:

  1. Barbara hat der Katze ihr Platzdeckchen belegt? Jetzt zieht die wohl ins Paket ein. Endlich in den eigenen vier Wänden. ;-)

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    1. Mann, das mir diese Auslegung nicht früher eingefallen ist. Aber so hab ich ein Argument, wenn ich mich bei Peta verteigen muss ;o)).

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  2. Menno! Mein Mantra heute:
    Warum habe ich nicht mitgerätselt? Warum habe ich nicht mitgerätselt? Warum habe ich nicht mitgerätselt? Warum habe ich nicht mitgerätselt? Warum habe ich nicht mitgerätselt? Warum habe ich nicht mitgerätselt? Warum habe ich nicht mitgerätselt? Warum habe ich nicht mitgerätselt? Warum habe ich nicht mitgerätselt? Warum habe ich nicht mitgerätselt? Warum habe ich nicht mitgerätselt? Warum habe ich nicht mitgerätselt? Warum habe ich nicht mitgerätselt? Warum habe ich nicht mitgerätselt? Warum habe ich nicht mitgerätselt? Warum habe ich nicht mitgerätselt? Warum habe ich nicht mitgerätselt? Warum habe ich nicht mitgerätselt? Warum habe ich nicht mitgerätselt? Warum habe ich nicht mitgerätselt? Warum habe ich nicht mitgerätselt? Warum habe ich nicht mitgerätselt? Warum habe ich nicht mitgerätselt? Warum habe ich nicht mitgerätselt?

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    1. Tralala ... und ich sitze hier die ganze Zeit am Schreibtisch und summe vor mich hin: Wie gut, dass ich mitgerätselt habe! Wie gut, dass meine Lösungs-Mail tatsächlich die erste war! Und wie gut, dass die lieben Hundertachtziggradler die in Aussicht gestellte Überraschung so mehr als üppig und großzügig ausgelegt und erfüllt haben! Wow – ich war wirklich komplett von den Socken, als ich beim Auspacken eine Köstlichkeit nach der anderen aus der Kiste fischte. Auch hier noch mal: Ganz herzlichen Dank! (Den einen oder anderen Tipp, speziell was die Pflege der Chili-Pflanze angeht, brauche ich dann bei Gelegenheit noch. Aber da erkundige ich mich dann mal per Mail...)

      Und den Verdacht, dass Heinrich heimlich MacBook & WLAN nutzt, hatte ich ja schon länger. Jetzt habe ich den Beweis – Blau auf Weiß. Bestimmt stehen die Peta-Beauftragten schon vor der Haustür. Ich muss unbedingt das Passwort ändern. *notier*

      Ach, und Schnick Schnack Schnuck: Das ist NICHT Heinrichs Platzdeckchen, das ist MEINES! Da darf ich gelegentlich hocken, während selbstverständlich alle weiteren Sitz- und Liegeplätze im Haus für den Kater und seine beiden Ladies reserviert sind... ;)

      @ Frau Kampi – und frei interpretier auch mal @ grain de sel –: Danke für die Glückwünsche. Ich freu' mich auch. In dem Sinne: tralala ... :D

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  3. Mir geht es grad wie Arthurs Tochter...aber man kann eben nicht auf jeder Hundehuxt tanzen (wie man bei uns so schön sagt). In den Genuss deines Zitronenconfits bin ich ja zumindest scon mal gekommen, das ist mir dann ein kleiner Trost. Und den Wein von Elena Walch könnte ich ja dann nächste Woche im Südtirol-Urlaub probieren.
    Glückwunsch auch an die Gewinnerin, die von euch wirklich sehr kreativ und überreichlich beschenkt wurde.

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    1. Wir könnten ja mal ein Blogwichteln machen ;o))

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    2. Bbbbblog-Wichteltn? (Entsetztschau)

      Da kann ich leider nicht, wegen eines unaufschiebbaren Zahnarzttermines!

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    3. Oder Praktikantenwichteln B-)

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    4. Wenn wir damit Chancen auf einen anderen Praktikanten hätten, bin ich dafür! :o)))

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  4. Es geht nicht anders: reine Mitfreude sieht anders aus - da schwingt eine dicke Prise Neid mit. WAS EIN PÄCKCHEN! Da kommt ein Seufzer von ganz tief unten hoch. Toll!

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    1. Nun ja, da es uns ja mindestens so viel Spaß gemacht hat wie den Mitratern, wird es vielleicht noch mal eine Wiederholung geben.

      Neues Spiel - neues Glück!

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