Sonntag, 7. November 2010

Kompromissbereit


 Kochen und alles, was auch nur im Entferntesten damit zu tun hat, macht mir großen Spaß, das wird erstmal jeder so glauben, wenn er uns hier im Blog oder an anderer Stelle schon eine gewisse Zeit begleitet. Am Ende der Bemühungen dann eine schmackhafte Speise zubereitet zu haben ist schon groß, insbesondere dann, wenn die eigentlichen Nutznießer, die Bekochten nämlich, welche gleichermaßen Grund und Ziel der Bemühungen sind, sich an dem Ergebnis mindestens ebenso erfreuen wie man selbst.
Während der eigentliche Prozess des Kochens sich auf das Handwerkliche in der Küche beschränkt, umfasst das gesamte Verfahren der Nahrungsmittelzubereitung viel umfangreichere Tätigkeiten, welche bereits mit der Überlegung "Was koche ich morgen?" beginnen, sich über die logistische Planung des Einkaufs sowie den Einkauf selbst ziehen, um dann letzendlich beim Kochen zu landen.

Schon lange mache ich mir zunehmend Gedanken darüber, was konkret im Einkaufskorb landen soll, aus welchem Land es kommt, ob es saisonal ist, unter welchen Umständen es" produziert" wurde und ob es in Summe für mich in vielerlei Hinsicht vertretbar ist, genau dieses Produkt zu kaufen. Ich gebe zu, das mache ich sicher nicht mit jedem einzelnen Stück Butter oder Paket Zucker, ich gehe mit Sicherheit viele Kompromisse ein, ohne die es für mich unter Berücksichtigung meiner persönlichen Lebensumstände (Zeit, Angebot, Möglichkeiten, Fahrwege) einfach nicht möglich ist, Herrn Suse und mich zufriedenstellend zu ernähren.
Die kürzlich beim Küchentanz geführte Diskussion über das generelle Essen von Fleisch, sowie einige interessante, aber auch sehr erschreckende Berichte in der ARD während der Themenwoche Essen ist Leben haben mich trotz meiner, wie ich finde, schon sehr bewussten Auswahl an Fleischlieferanten, einmal mehr sehr intensiv über die widrigen Umstände nachdenken lassen, mit denen man weltweit versucht, den Bedarf an Fleisch, insbesondere für die Europäer zu decken. Dabei liegt das Hauptproblem an unseren Essgewohnheiten, woraus eben dieser hohe Bedarf an fleischlicher Nahrung resultiert. Wenn ich etwas über Würstchenwettessen oder XXL-Schnitzel lese oder sehe, wird mir wirklich schlecht.
Ich sage es gleich, ich werde so schnell nicht zum Vegetarier, weil ich wirklich von Boulette, über Rinderbrühe zu Brathähnchen (um nur mal einiges zu nennen) alles viel zu gerne esse, aber ich fühle mich einfach verpflichtet, an meinem persönlichen Fleischbedarf zu drehen. Mein erster Schritt in diese Richtung ist die Einführung einer konsequenten fleischlosen Mahlzeiten pro Woche im Hause Suse. Das mag für einige von euch vielleicht schwach erscheinen, nur eine einzige Mahlzeit, aber das bedeutet eben auch, dass kein Tropfen Fleischfond in der Suppe/Soße landet oder aber sich kein Fitzelchen Speck oder Schinken am Gesamtwerk beteiligt.
Ich koche auch so schon zwischendurch mal fleischlos, allerdings nicht regelmäßig und ich denke, ich werde mich einfach am Anfang ZWINGEN müssen, bewusst zum rein Pflanzlichen zu greifen bis es irgendwann in Fleisch und Blut (wie passend ;o)) über gegangen ist.

Als Einstieg dazu gab es gleich einen kleinen, saisonalen Dreigänger, der sich wie folgt zusammensetzte:

Vegetarisches Dreigang-Menü
(mit Klick auf die Bildüberschrift geht es zu den Rezepten)



Im Ofen in Folie gegart wird die Rote Bete sehr aromatisch, in hauchdünne Scheiben geschnitten ist sie
optisch fast mit dem klassischen Carpaccio vom Rind zu verwechseln.






Kürbis, Kartoffeln und Blattspinat ergeben eine aromatische Füllung von leicht cremiger Konsistenz.
Ras el Hanout bringt eine angenehme Würze mit, die nicht überdeckt. Die Parmesan-Haselnusskruste
bietet sowohl in Bezug auf Textur als auch auf Geschmack eine harmonische Ergänzung.






Säuerliche Quitten und Apfelspalten, fruchtige Aprikosenmarmelade, zarter Murbteig und der mit einem
Hauch Salz aromatisierte Vanille-Karamell ergänzen sich perfekt.


Ein nicht unerheblicher Teil des Menüs stammte aus eigenem Anbau bzw. aus Nachbars Garten. Insgesamt für mich weitaus mehr als nur ein Kompromiss.


Kommentare:

  1. Sowohl Deine Gedanken zu diesem Thema, als auch Dein persönlicher Ansatz sind sehr nah an meinen.
    Wir schaffen es schon eher, gänzlich fleischlos zu essen, es sind sicher 3 - 4 Tag in der Woche. Auch wenn das in meinem Blog oft anders scheint.
    0:)

    Und ich weiß, wie schnell es geht, dass man denkt, wie toll, gar kein Fleisch heute, und dann fällt die Scheibe Schinken auf dem Frühstücksbrot ein, der Schuß Hühnerbrühe an der Sauce im ansonsten rein vegetarischen Gericht und diese Dinge.
    Man fällt am Anfang doch oft auf sich selbst herein, zumindest ging und geht es mir oft so.

    Ich bewuner sehr, was Mestolo so machen, wenn man mich jeden Tag so wie dort oder so wie hier oben bekochen würde, ich "bräuchte" Fleisch noch viel viel weniger!
    Nur mit meinem Fisch- und vor allem Sushi-Konsum kämpfe ich noch sehr...da fällt mir der Verzicht vor allem auf das letzter sehr sehr schwer.

    AntwortenLöschen
  2. Genau diese Gedanken sind so wichtig! Bei uns gibt es Fleisch nur an sehr wenigen Tagen in der Woche, manchmal auch gar nicht. Das ist das Schöne, wenn man sich so für´s Kochen interessiert, da mangelt es kaum an guten vegetarischen Rezepten. Und (auch wenn es für viele jetzt schon abgedroschen klingt) das Foer-Buch hat mich echt geschockt und mir den letzten kleinen Fitzel an unverantwortlichem Fleischkonsum ausgetrieben, der vielleicht noch in mir geschlummert hat (wenn ich ihn in den letzten Jahren nicht schon ganz vernichtet habe, wovon ich eigentlich ausgehe). Und ich mein, schau dir dein Menu an, da fehlt nichts, aber auch gar nichts! Sehr lecker! :-)

    AntwortenLöschen
  3. Ich teile deine Gedanken. Aus den erwähnten Gründen hat sich auch mein Fleischkonsum mittlerweile erheblich reduziert, zumindest glaube ich das. Auf Fisch und Meeresgetier will ich nicht verzichten, aber da schrecken mich bereits oft die roten Listen von WWF und Greenpeace ab. Vegetarische Gerichte so wie in deinem Posting können verdammt lecker sein. Das hilft, auch einmal auf ein Stück Fleisch verzichten zu können.

    AntwortenLöschen
  4. @AT
    ohne dass ich den schwarzen Peter für unseren Fleischkonsum nun unbedingt Herrn Suse zuschieben will, aber wenn er etwas weniger drängen würde, gäbe es auch bei uns etwas weniger davon.
    Allerdings wie oben geschrieben, komplett verzichten möchten/könnte ich nicht, dafür schmeckt es einfach zu gut.
    Bei Mestolo stimme ich dir übrigens voll und ganz zu.

    @Christina
    Fleischkonsum an sich empfinde ich noch nicht als verwerflich und wie ich im Posting geschrieben habe, achte ich da wo ich es beeinflussen kann, schon sehr auf Herkunft, weil wir uns es zum Glück auch finanziell leisten können, klingt ein bisschen blöd, trifft aber den Kern.
    Ich glaube, dass man es unter normalen Umständen, und da zähle ich schon einen eigenen Garten, Angebot an Bioware usw. dazu, nicht möglich, sich politisch, ökologisch und ethisch korrekt zu ernähren.
    Aber wie heit es immer so schön: wenn jeder nur ein klein wenig...

    @Christian
    Ja, das ist wirklich schwierig. Wo man sich auch hinwendet, überall treten einem die Probleme entgegen. Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Eier, selbst viele Obst- und Gemüsesorten werden unter ressourcenverbrennenden, umwelt- und menschenschädlichen Methoden mit furchtbarer Ökobilanz angebaut und transportiert.
    Die Entscheidung, welches denn nun das kleinere Übel ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Es ist schon sehr gut, dass sich überhaupt Menschen damit auseinander setzten und für sich Konsequenzen daraus ziehen.

    AntwortenLöschen
  5. Momentan bin ich nur Not-Vegetarierin, aber so eine richtig "eingefleischte Vegetarierin" werde ich wohl nie. Aber dein Menü ist ganz schön verführerisch. Ich finde sowieso dass es zum fleischlosen Kochen viel Kreativität braucht.

    AntwortenLöschen
  6. Hallo Suse,

    ein höchst interessantes Thema hast du da aufgeworfen. Obwohl ich als Nachkriegskind auch eher zum Fleischfresser erzogen worden bin, (wir können uns wieder was leisten), würde ich gern, oder eher noch meine "Bewährungshelferin" unsere Ernährung ein wenig umstellen. Zwar hab ich einen Metzger, der seine eigenen Schweine und Rinder umbringt, aber jetzt werde ich mit grossem Interesse dieses Thema verfolgen. Ich werde nicht so puristisch sein und mich für ne Scheibe Schinken zum Frühstück geißeln oder Hühnerbrühe verfluchen, aber bin sehr gespannt und auch zuversichtlich hier noch weitere Tolle Rezepte zu finden.

    AntwortenLöschen
  7. Wir essen auch hin und wieder fleischlos :) Dein Menü ist sehr toll, da wird sicher die ein oder andere Komponente nachgekocht auch den Weg zu uns finden,

    AntwortenLöschen
  8. @365 Tage
    Ja, du hast Recht. Kreativität ist beim fleischlosen kochen besonders gefragt. Mit den Standardgerichte wie Senfeier, Spinat mit Spiegelei und Kartoffeln oder aber auch fleischlose Suppen und natürlich vielen PAstavariationen kommt man schon recht weit, aber irgendwann wirds langweilig.
    Ich bin mal gesapnnt, was mir noch so einfällt :o)

    @Anonym
    geißeln für irgendwelchen Fleischgenuss werde ich mich auch nicht, ich will ja auch nicht zu Vegetariertum überlaufen, dafür gefällt mir die Vielfältigkeit, die eine omnivoristische Ernährung mit sich bringt viel zu gut.
    Übrigens findest du bereits eine menge vegetarischer Gericht bei 180Grad, schau mal links unter den Kategorien. Ich war selöbst erstand, wieviel e das schon sind.

    PS: Ich würde mich freuen, wenn du deinen Namen preisgibst, dann können wir dich auch direkt ansprechen, was doch viel netter ist.

    @mestolo
    jaaaa, hab ich auch gehört, dass du ab und zu fleischlos kochst :o)
    Sollte ich ideenlos sein, weiß ich ja, wo ich haufenweise schöne Anregungen finde.

    AntwortenLöschen
  9. Ein mehr als interessantes Thema. Ich habe aus medizinischen Gründen mehrere Jahre streng vegetarisch gelebt (viel mir nicht schwer, da mir Fleisch schon als Kind nicht schmeckte) und bin dann in der Schwangerschaft zum Auch-Fleischesser mutiert (je roher desto lieber). Unser Fleischkonsum hält sich zum Glück sehr in Grenzen (Wochenende), so dass es auch finanziell kein Problem ist, hier absolut unbedenklich Ware zu konsumieren. Ein viel größeres Problem habe ich da beim Fisch-Konsum. Hier begehe ich leider, leider immer noch "Sünden" in Form von Thunfisch und anderen sehr gefährdeten Arten. Über neue Ideen in der vegetarischen Küche freue ich mich sehr und finde Dein Menü großartig!

    AntwortenLöschen
  10. Bei so einem Menü vermisst man doch kein Fleisch. Ich habe im Laufe meines Lebens schon mal 15 Jahre auf Fleisch verzichtet und doch immer lecker gegessen. Irgendwann hat sich dann doch Fisch und Fleisch in die Küche eingeschlichen. Aber auch heute noch kochen wir sehr viel fleischlos und wenn es "Tierisches" gibt, sehe ich zu, dass es aus der Region kommt und die Tiere ein netteres Leben hatten, als so manche andere...

    Der Ansatz von Dir mehr vegetarisch zu kochen ist dennoch ein guter Aspekt. Ich werde mir auch mal wieder über sehr viel mehr fleischlose Gerichte Gedanken machen..

    AntwortenLöschen
  11. Das meiste was mir zu Deinem Post einfällt, haben die anderen schon gesagt. Ich verzichte (ohne Reue) auf Fleisch in der Kantine und auch meistens sonst, wenn ich nicht weiß woher es kommt. Und immer dann, wenn der Metzger Moser in Urlaub ist. Das Menü ist klasse, mir würde da auch nix fehlen.
    Und dass Vegetarisch super abwechslungsreich sein kann, haben wir ja bei unseren vegetarischen Wochen schon festgestellt, auch wenn das zu geringfügigem Nölen eines gewissen Herr G aus S geführt hat. Man muss aber auch mal Bereit sein, Opfer zu bringen :o).

    AntwortenLöschen
  12. Der ist sich auch erst mal auf die Hände gesessen, der Herr G. aus S.

    Nach einer ausgiebigen Untersuchung der Blogsatzung allerdings sind diesbezüglich keinerlei Beanstandungen zu machen. Und bei jeglichen „Erzeugnissen“ in Übergröße wird dem übrigens auch schlecht; zumindest wendet er sich mit Grausen. ;-)

    Wobei ich gestehen muss, dass ich beim Thema Fleischverzicht sofort eine innere Abwehrhaltung einnehme. Und dies obwohl ich recht häufig vollständig ohne Fleisch koche. Allerdings mehr wegen dem Ja zum jeweiligen Gericht und weniger wegen dem Nein zum Fleisch.

    Das würde mir hier übrigens genauso gehen.

    Und überhaupt fällt mir sicher was ein, das mir mehr fehlt, als täglich Fleisch.

    AntwortenLöschen
  13. das ist ein Thema, was mich auch schon lange beschäftigt, ich denke, wenn man gerne kocht und gut isst, geht daran kein Weg vorbei. Nur mit dem Einkauf ist es meist nicht einfach und längere Strecken fahren, macht dann ökologisch auch wenig Sinn.
    Habe letzte Woche den Film food.inc. gesehen, er hat mich fassungslos gemacht. Wir essen schon sehr lange meist nur 2 - 3 mal die Woche Fleisch, Dein Menü macht richtig Appetit auf vegetarisch, sehr fein.

    AntwortenLöschen
  14. Deine Gedanken - vorallem in der Antwort auf Christina - sind meiner eigenen Einstellung sehr ähnlich. Mit eigenem Garten wird man schnell belehrt, dass man auch als Nicht-Monokultur gegen viele Feinde zu kämpfen hat. Das macht den Blick auf sog. Bio-Produkte skeptischer und realistischer.

    Und ich gebe dir recht, die Frage der Ernährung wird nun mal vorallem vom Geldbeutel bestimmt und ein wenig von der inneren Haltung dazu. Wie heißt es so bildlich: Erst kommt das Fressen, dann die Moral...

    *Wenn jeder nur ein bißchen...* ist ein schöner Ansatz, fernab allen Missionierens und ohne den Unterton die Moral für sich gepachtet zu haben.

    Bei deinem herrlichen Gericht wird niemand Fleisch vermissen, noch nicht einmal daran denken. Mir geht es zudem wie Astrid: generell ziehen mich die Meeresfrüchte mehr an als Fleisch. Aber ich empfinde es nicht als Verzicht, beides nicht allzu oft zu essen. Ich liebe Obst und Gemüse!

    AntwortenLöschen
  15. Hallo Suse,

    dieser unmögliche Anonymus, der noch nichtmal seinen Namen schreiben kann, war ich. Bin halt vom CK gewöhnt, dass da meine Signatur festgemeisselt ist. Sorry

    Beamtenwindhund

    AntwortenLöschen
  16. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

    AntwortenLöschen
  17. Wir essen schon seit einigen Monaten unter der Woche nur fleischlos... Am Wochenende gibt es Biofleisch. Ich kann es mir gar nicht mehr anders vorstellen und es fällt mir so leicht mittlerweile :-) Dein Menü ist sehr schön. Die Vorspeise mache ich vielleicht bald, ich liebe rote Bete.

    AntwortenLöschen
  18. @Toni
    in einer normalen Kantine würde ich mittlerweile auch keine Fleischgerichte mehr essen. Schließlich ist ja (bis auf ein par Ausnahme) bekannt, dass in Kantinen zuerst nach dem Kriterium "Preis" eingekauft wird.
    Manche Restaurants geben schon Hinweise in der Speisekarte, wo die Lebensmittel herkommen, die sie verwenden. Manchmal blende ich das dann aber auch einfach aus, ansonsten dürfte man bald gar nicht mehr auswärts essen.
    Problematisch wird es, wenn man bei guten Freunden zu Gast ist und nicht als anstrengend oder besserwisserisch erscheinen möchte, weil man ständig nach der Herkunft der Lebensmittel fragt...und bislang haben wir ja nur über Fleisch gesprochen, auf dem Obst-und Gemüsesektor gibts auch genug Mist.

    @Gottfried
    ob du es glaubst oder nicht, im Hause Suse gibt es auch des öfteren Gerichte, die eher "zufällig" fleischlos sind. weil es die Zubereitung ebenso vorsieht. Allerdings gibt es eben auch oft genug Gerichte, bei denen fleischliche Bestandteile versteckt vorkommen, wie die unscheinbaren Schinkenstreifen oder der Fleischfond. Da möchte ich einfach noch etwas bewusster ran und diese Bestandteile weglassen, zumindest ab und zu. Das tut mit nicht weh und ich genieße und ehre das so alltäglich gewordene, umso mehr.

    @Monika
    jepp, wenn ich zig Kilometer für ein paar Biotomaten fahre, dann macht es irgendwo gar keinen Sinn mehr, noch besser, wenn ich im Januar für ein par Biotomaten aus sonstwo zig Kilometer fahre.
    Ich habe das große Glück auf den Land (mit eigenem Gemüsegarten) zu leben und in der Großstadt zu arbeiten. In der Gegend habe ich einen Neuland-Schlachter und einen sehr guten Biohof. Im ca 20 km entfernten Lüneburg habe ich spezielle Geschäfte und einen sehr guten Markt, wo ich ab und an mit Genuss einkaufe. Alles andere besorge ich dann mit einem überschaubarem Umweg in Hamburg, wo ich eh täglich bin.

    @Micha
    schön, dass wir uns in unseren Ansichten sehr ähnlich sind und ebenfalls schön, dass du meine Absicht des Beitrages und meine Einstellung auf den Punkt gebracht hast. Ich will wirklich nicht jedermanns Moralapostel sein, das steht mir gar nicht zu, weil ich es eben selbst nicht zu 100% erfüllen kann. Aber ich versuche halt meinen persönlichen Beitrag dazu zu leisten, wie alle hier, die einen Kommentar hinterlassen haben. Und ich muss erkennen, dass viele schon viel weiter sind als ich.

    @Beantenwindhund
    ach du warst das ;o) Freut mich. Du kannst übrigens auch statt Anonym mit "Name/URL" kommentieren. URL braucht nicht ausgefüllt zu werden, lediglich der Name, dann wissen wir auch, dass du es bist. Wäre doch schade, wenn du in der Anonymität untergehen würdest ;o)

    AntwortenLöschen
  19. @Isi
    ja, das habe ich bei dir verfolgt und und finde es wirklich richtig gut und konsequent von Euch. So disziplinert sind wir wohl nicht... aber man sollte niemals nie sagen, oder?

    AntwortenLöschen
  20. ein Thema das noch mehr in die Menge getragen werden sollte.
    Fleisch ist bei uns eher seltener auf der Speisekarte, aber ich erwische mich mit guten Vorsätzen einkaufen zu wollen und prompt ist wieder z.B. ein Fisch in meinen Korb gelandet der auf der no go Liste steht.
    Da ärgere ich mich oft über meine eigene Dummheit :)

    AntwortenLöschen
  21. @anies delight
    tschuldigung, hab dich doch glatt übersehen.
    Du Arme musst ja ohnehin schon auf vieles verzichten, da hätte ich sogar Verständnis für dich, wenn du einmal mehr zum Fleisch greifen würdest.

    @Gourmet-Büdchen
    Es ist manchmal wirklich schwierig, dem schier unendlich großen Warenangebot zu widerstehen. Und leider steht auf dem Preisschild in der Fischtheke nicht "Thunfisch, Finger weg, total überfischt!"
    Das Bewusstsein dafür ist schonmal die halbe Miete und wenn du oft (wenn auch nicht immer) davon gebrauch machst, ist es schon ein Schritt in die richtige Richtung...finde ich.

    AntwortenLöschen
  22. Ein Thema, das nicht einfach ist und über das man stundenlang diskutieren könnte. Ich z.B. habe, wenn ich nicht stundenlang durch die Gegend fahren möchte, nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten. Im Gemüseladen vor Ort bekomme ich Obst und Gemüse aus eigenem Anbau, das ist dann aber nicht Bio. Kaufe ich im Edeka-Markt Bio-Ware, ist diese zu 90 % in Styropor verpackt und eingeschweißt, was mich widerum auch stört, da die Herstellung und Entsorgung dieser Verpackungen die Umwelt belastet. Metzger, die noch selbst schlachten, gibt es in näherer Umgebung nicht mehr. Wollte ich uns nur regional, saisonal, biologisch, ökologisch ernähren, wäre ich schon sehr eingeschränkt. Ich denke, wenn jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten handeln würde, wäre schon ein großer Schritt getan. In meinem Umfeld gibt es sehr viele, die bei Aldi und Lidl einkaufen, obwohl sie über ein relativ gutes Einkommen verfügen, das finde ich schade.

    AntwortenLöschen
  23. Das mit dem Essen bei Freunden ist bei uns nicht so problematisch, sehr viele haben schönerweise eine ähnliche Einstellung. Eine Diskussion anzufangen oder zu missionieren verkneif ich mir in den wenigen Ausnahmefällen. Da weiß man meist eh schon, dass eine Diskussion nichts bringen würde.

    AntwortenLöschen
  24. @Linda
    Ja, es wird einem manchmal wirklich nicht leicht gemacht, den optimalen weg zu beschreiten. Deswegen ja auch die Postüberschrift... ;o)

    @Toni
    mir fällt auf Anhieb mindestens eine Köchin im Freundeskreis, bei der ich bedenkenlos ALLES essen würde :o)

    AntwortenLöschen
  25. Schönes Menü. Mir geht es wie Gottfried: viele fleischlose Gerichte passieren mir, weil ich sie gerne koche und esse. Keine Spur von Verzicht.

    AntwortenLöschen
  26. Schöne Tarte - heute nachgebacken. An und für sich eine ganz unkapriziöse Tarte, die mit dieser suuuuper Karamellsauce dennoch ihre Kapriolen erhält. Köstlich! Danke fürs Rezept!

    AntwortenLöschen
  27. @Eline
    solche Gerichte gibt es bei mir auch, ich könnte allerdings wirklich nicht sagen, in welcher Regelmäßigkeit sie "passieren" und deswegen möchte ich da einfach bewusster ran.
    Außerdem neige ich bei neuen Kreationen eben doch zu Zutaten mit fleischlicher Herkunft, und wenn es nur der Fond ist.Wenn sie mir gut gelingen, spüre ich auch keinen Verzicht.

    @Micha
    ooohh, das freut mich, dass du die Tarte gleich mal probiert hast und dass sie dir gut gefällt.
    Danke fürs Austesten und das Feedback ;o)

    AntwortenLöschen
  28. ich friere seit ein paar Jahren so 2 bis 3 Sorten Gemüsefond ein. Die macht oft auch die Saucen zu Fleischgerichten oder zu Pasta leichter und gesünder.

    AntwortenLöschen
  29. @Eline
    2-3 Sorten?
    Ich hab auch meistens etwas eingeweckten Gemüsefond und Tomatenfond im Vorrat.
    Was für Sorten hast du noch so im Angebot? *neugierigbin*

    AntwortenLöschen
  30. Ich nochmal:
    *Der Kuchen ist wirklich der Knaller*
    Zitat meines Mannes! Und jeder der gerne in der Küche steht, weiß, man kann nicht zu JEDEM Essen ein Feedback erwarten. Und Urteile dieser Art werden selten gezückt, damit sie nicht inflationär werden. Will heißen, wir sind uns einig: wir sind verrückt nach dieser Tarte! Ein weiteres Dankeschön für einen neuen Liebling! Die backe ich in den kommenden Tagen glatt nochmals!!

    AntwortenLöschen
  31. Hallo!

    Ich halte es wie Vincent Kling: Fleisch essen gehört verboten (aus Welt Online):
    WELT ONLINE: Wie stehen Sie zu der aktuellen Vegetarismus-Diskussion, ausgelöst durch das Buch „Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer?

    Klink: In Deutschland wurde nach dem Krieg von der Politik das tägliche Schnitzel eingeführt, um den Bürgern zu zeigen: „Hey, wir haben's geschafft, wir machen gute Politik, jeder hat jeden Tag sein Schnitzel auf dem Teller!“ Daran knapsen wir heute. Deshalb wäre es mir am liebsten, Fleischessen würde verboten. In dem Sinn, dass ein Bioschwein zehnmal so teuer sein müsste wie heute. Es darf nicht sein, dass ein Schweinskotelett nur 2,50 Euro kostet. Das ist ein Verbrechen an der Kreatur.

    WELT ONLINE: Essen Sie selbst denn noch Fleisch?

    Klink: Nur einmal pro Woche. Wurst so gut wie gar nicht, weil ich der Wurst so sehr misstraue, dass ich sie selber mache, und dafür habe ich nicht immer Zeit. Sonst vor allem Gemüse und täglich mindestens drei Äpfel. Ich liebe Äpfel!

    Und vergorene Äpfel, nehmt die vergorenen Äpfel statt Fleisch!

    AntwortenLöschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...

Dieses Blog durchsuchen

Follow by Email

Aus Küche und Keller

#kochtag (2) 180° Adventskalender (89) 180° der Film (2) 180° Fussballwette 14/15 (3) 180° Hauptversammlung (2) 180° Hauptversammlung 2012 (10) 180° reloaded (35) Aachen (3) Advent (3) Alemannia (3) alltagsküche (2) Alter (4) Amuse (6) Apfelsaft (1) Aquitaine (1) Aromen aus 1001 Nacht (16) ATK-Bloggeburtstag (5) auf die Schnelle (49) aus der Hand (47) aus Fluss und Meer (64) Australien (2) Auxerrois (1) Backen (5) Backhaus (3) Backtag (33) Baden (2) Barbarazweig (1) Barbier (2) Barrique (2) Bauanleitung (3) Beiwerk (33) bellet (1) BiB (1) Bierzo (1) Bio (5) Bistroküche (4) Blaufränkisch (1) Blauzungenmarathon (2) Bordeaux (27) Bourgeuil (1) Brot (5) Bruno (2) Buch (2) Buchmesse (1) Bullshitbingo (1) Burgund (4) Butter (1) Cabernet (1) Champagner (6) Chardonnay (14) Châteauneuf (1) Châteauneuf-du-Pâpe (1) Chicorée (1) CocaCola (1) Cote d'Azur (3) Côte d'Azur (2) Cotes du Rhône (1) Crémant (1) Cru Bourgeois (1) Currywurst (1) Cuvée (2) Dessert (38) Dessous (8) Diät (4) Dornfelder (3) Edelzwicker (1) Ei ei (6) Elsass (4) Endlich Frühling (48) Erben Spätlese (1) Erbsensuppe (2) Erdbeeren (1) Erntedank (42) Etikettentheorie (4) Federvieh (31) Ferien (1) Fern(k)östlich (19) Figeac (3) Film (2) Fisch und Krustentiere (2) Flüchtlinge (1) Fotoworkshop (2) Franken (2) Frankreich (13) Frankreich; Bistroküche (2) Freundschaft (2) Frühling (25) Frühstück (1) Fußball (8) Gargantua (1) Garmethode (1) Garnacha (1) Gebäck (8) Geflügel (4) Gemüse (7) Gemüsegarten (7) Geschenke (1) Gesellschaft (14) Getränk (4) Gewürzmischung (1) Gewürztraminer (9) Grauburgunder (2) Graves (1) Grenache (2) Grundrezept (2) Grüner Veltliner (2) Heidschnucke (2) Herbst (42) herzhaft (19) Hipster (1) Hochbeet (1) Holland (2) Hörncheneisen (1) Hühnersuppe (2) Iris (1) Italien (10) Jahresrückblick (1) jetzt wird's Wild (19) JSDEDBDW (1) Jugend (1) Kamptal (1) Karneval (1) Käse (17) Keller (3) Kindheitserinnerung (11) Klimawandel (1) Kobler (3) Kofler (1) Köln (1) Kork (1) korrespondierende Weine (37) Kuchen (1) Küchenklassiker (49) Küchentechnik (14) Kunst (4) Lachs (1) Lafite (1) Lagrein (1) Lambrusco (1) Lamm (9) Landwirtschaft (1) Le Mirazur (1) Lebensmittelproduktion (4) Lemberger (1) Lichine (1) Limonade (1) Löffelweise (48) Loire (1) Loriot (1) Madiran (1) Mais (2) Mallorca (2) Märchen (6) Margaux (1) Marsanne (1) Mencia (1) Menu (15) Menü (104) Mercurey (1) Merlot (2) mindestens haltbar bis... (20) Mittelrhein (1) Mosel (4) Mourvèdre (2) moussierend (4) Müller-Thurgau (2) Naturwein (1) Neujährchen (3) Neuseeland (2) nichtFischnichtFleisch (94) Niederlande (3) Niederrhein (1) Nikolaus (4) nizza (1) norddeutsch (1) nur so (29) nur so... (74) OBÜP (1) Oma (6) Oper (3) Orange Wine (1) Osterbrunch2012 (9) Ostern (11) Österreich (6) Parker (1) Passito (1) Pasta (46) Pavie (1) Perlhuhn (1) Pfalz (7) Picknick (13) Pinot Grigio (2) Pinot noir (1) Pinotage (2) Plätzchen (3) Playboy (1) Port (2) Portugal (4) Primeur (1) Primitivo (1) Priorat (2) Prosa (1) Prosecco (1) Provence (9) Punk (2) Raclette (1) Rebholz (1) regional (1) Restaurant (5) Reste (6) Retsina (1) Rhabarber (1) Rheingau (5) Rhône (3) Rieslaner (3) Riesling (27) Rind (4) Rindvieh (47) Risotto (2) RoeroArneis (1) rosa (2) Rosé (7) Rotwein (6) Roussanne (1) Roussillon (1) rückwärts garen (1) rund ums Mittelmeer (65) Saar (1) Saft (1) Saison (1) Salat (4) Saucisse de Morteau (1) Sauternes (2) Sauvignon blanc (5) Sauzet (1) scharf (4) Schatz (1) Schuhe (1) Schweinerei (24) Seelentröster (4) Sekt (6) Shiraz (3) Silvaner (2) Silvester (2) Sirup (1) Skrei (1) Sommelier (5) Sommer (56) Sommerküche (85) Sommerpicknick2012 (9) Sommerwein (8) Sonntagsbraten (20) Sorbet (3) Souldfood (1) Spanien (3) Spargel (1) sparkling (2) Spätburgunder (4) St. Emilion (3) St. Estèphe (1) St. Julien (1) St. Peter Ording (1) St.Estèphe (3) Stein (1) Steinlaus (1) Subskription (1) Südfrankreich (1) Südtirol (9) Suppe (7) Süßstoff (84) Süßwein (9) Syrah (5) take 5! (9) Terroir (1) Test (1) Theater (1) Tomate (11) Tomtenhaus (1) Torte (1) Toskana (1) trocken (1) Trollinger (1) Trüffel (3) Tulpen (1) Urlaub (15) vegetarisch (11) vendredisduvin (1) vermouth (1) Vinho Verde (1) Vinocamp (1) Vitamine (2) vom Grill (22) Vorspeise (86) Walch (1) Wanderhühner (1) Weihnachten (10) Weihnachtsmenü (35) Weihnachtsmenü2010 (4) Weihnachtsmenü2011 (7) Weihnachtsmenü2012 (5) Weihnachtsmenü2013 (4) Weihnachtsmenü2014 (5) Weihnachtsmenü2015 (4) Weihnachtsmenü2016 (6) Weihrauch (6) Wein (26) weinfreak (1) Weinmärchen (2) Weinrallye (56) Weißburgunder (2) Weißwein (5) wermut (1) Westerhever (1) Wichteln (3) Wien (2) Wiesn (4) winepunk (1) Winter (44) Winterküche (94) Winzer (1) Wuppertal (1) Würrtemberg (5) Württemberg (7) Zinfandel (2) Zitrone (5) Zukunft (1) zwischen Küste und Alpen (204)