Freitag, 18. Juni 2010

Oh oh Oberschiene!

Ich gestehe: was war ich neidig, als ich bei Christina diesen Einkaufszettel entdeckt habe. DAS ist doch mal Bloggerglück pur. Mit einem Duplo übrigens viel zu günstig erkauft und jetzt wo ich das noch als Titel gemopst habe, hat der Bub mindestens noch ein zweites verdient ;o)

Und überhaupt ist die Aubergine beliebtes Blogobjekt, sieht man hier bei Robert, Alissa, Linda und Christian, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Arthurs Tochter hat ihr sogar einen Film gewidmet. Und die ist ja jetzt auch berühmt :).
Nach anfänglicher Abneigung, weil sie sich so mit Fett voll saugt, hab ich die Aubergine mittlerweile auch ins Kochherz geschlossen. Ich mag sie am liebsten, wenn sie kurz gegrillt oder mit wenig Fett angeröstet und dann verarbeitet wird, z.B. zu Gnocchi, die entweder eine schöne Beilage zu Lamm sind oder mit Paprika-Tomatensauce und Feta als feines vegetarisches Essen.

                           UND JETZT ALLE!! 



Auberginengnocchi
250 g Kartoffeln
250 g Aubergine
1 Zehe Knoblauch
2 Eigelb
60 g Mehl
8 EL frisch geriebener Parmesan,

Die Kartoffeln ungeschält im vorgeheizten Backofen bei 200°C je nach Größe ca. 45 Min. garen (bis sie weich sind) und anschließend gut ausdämpfen lassen.

Die Auberginen in Würfel von 1cm x 1 cm schneiden und in einer Pfanne mit etwas Olivenöl und der angedrückten Knoblauchzehe rundum goldbraun anbraten. Sie sollten möglichst viel Flüssigkeit verlieren. Auskühlen lassen und mit dem Eigelb pürieren.

Die lauwarmen und gepellten Kartoffeln durch die Kartoffelpresse drücken. Mit der Auberginenmasse, Mehl und Parmesan zügig vermischen. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Den Teig eine halbe Stunde abgedeckt ziehen lassen.

Dann aus der Masse Gnocchi formen und portionsweise in siedendem Wasser garen, bis sie an die Oberfläche steigen.

Wichtig für’s Gelingen ist, dass die Kartoffeln gut ausgedämpft sind und die Auberginen nach dem Braten relativ wenig Flüssigkeit enthalten. Von den 250g waren nach dem Braten bei mir noch 150g übrig.

Eine Anmerkung zur Farbe der Gnocchi: Ich habe eine fast weiße Aubergine bekommen, deswegen sind sie so hell. Wer keine weiße Aubergine bekommt, aber trotzdem helle Gnocchi möchte, kann die Aubergine schälen.

In Butter geschwenkt passen sie z.B. sehr gut als Beilage zu Lammkarrees. Als vegetarische Variante schmecken sie gut mit einer Paprika-Tomatensauce mit Basilikum und Feta.


Kommentare:

  1. Mit dieser Idee hast Du dir die goldene Aubergine verdient. Ich bin beeindruckt.

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  2. Deine Gnocchi probiere ich dann mal aus, wenn ich mit den ganz normalen endlich zurecht komme. Bis heute habe ich es noch nicht geschafft, verzehrfähige Gnocchi auf den Teller zu bekommen, was Deiner Einschätzung meinerselbst als prominente Spitzenköchin natürlich komplett und vollumfassend widerspricht!

    Und außerdem wird das dann nix mit der Bikinifigur wie im Video.
    Haben die nicht auch "no tengo dinero" gesungen? Ein song,der noch besser zu mir passt. :)

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  3. Ich könnt mich grad reinsetzen! Lecker! Oberschienen gehören zu meinen Lieblingsgemüsen und sie zu Gnocchi zu verarbeitenist einfach eine geniale Idee!

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  4. Ich fand die OBERSCHIENE auch umwerfend. Sollten uns noch mindestens bis Sommerende dran erinnern!

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  5. Oberschienenknotschies!!!
    Die gefallen mir gut und passen hervorragend in die derzeitige Knotschiseesong, die derzeit in vielen Foodblogs inzug hält!!
    Zu recht, finde ich, denn diese kleinen Köstlichkeiten kommen in der Küche leider oft viel zu kurz...
    Haste fein gemacht, Tonilein.

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  6. Für die Oberschienen habe ich ja erst kürzlich mein Herz entdeckt. Mit würden beide Varianten der Gnocchis gefallen.

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  7. @FdgG: und so schön sommerlich ;)

    @Robert: Dankedankedanke! Ich bin gerührt. An dieser Stelle möchte ich mich bei meinen Eltern, meiner Blogpartnerin Suse, Luca... :))))

    @AT: ich finde die fast gelingsicherer als normale. Die Auberginen haben scheinbar einen guten Einfluss auf die Gnocchis. Ganz wichtig: Die Kartoffeln im Ofen mit SChale garen und gut ausdämpfen lassen.

    @Alex: der Röstgeschmack der Auberginen macht sich wirklich gut in den Gnocchis

    @Jutta Lorbeerkrone: ich glaub das vergess ich nicht so schnell :)))

    @Suse: Mensch ich bin doch ein Träumerle... soll ich die Schreibweise im Titel oben noch korrigieren? :o)

    @Linda: ich hab auch ne Zeit gebraucht, bis ich mich mit ihnen angefreundet hab

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  8. Ein Rezept ganz nach meinem Geschmack! Gnocchis mit roter Beete oder Pastinaken kannte ich schon, die Variante mit Aubergine hatte ich ganz vergessen, dabei mag ich sie wahnsinnig gerne. Vielen Dank für die Inspiration!

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  9. @Paule: dafür kenn ich die Versionen mit roter Bete und Pastinaken noch nicht. Find ich die bei Dir im Blog?

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  10. Nein, leider nicht. Die mit rote Beete habe ich zusammen mit einer Freundin gemacht. Werde dir das Rezept zukommen lassen. Hier der Link zu den Pastinaken Gnocchis:
    http://www.nooschi.com/2009/07/parsnip-and-chive-gnocchi.html
    LG, Paule

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  11. Super, danke! Die Pastinakengnocchis klingen sehr fein und die aus roter Bete hab ich mittlerweile bei Chili & Chiabatta ausgegraben :)

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  12. Ich freue mich das die Aubergine auch Dein Herz erfreuen kann.... tolles Rezept wenn ich nicht so unbegabt mit Gnocchis wäre -lach

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  13. Die haben mir schon im ck gut gefallen, als du sie dort mal erwähntest. Seitdem will ich sie ausprobieren. Jetzt setzte ich sie mal in meine Nachkochliste, dann vergesse ich sie nicht wieder...

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  14. @Toni
    nö, lass das man so. Sonst vestehen unsere geschätzten Leser nur noch Bahnhof :o)

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  15. @Alissa: die bekommst Du hin, bestimmt. Deine Timbale mach ich immer wieder gerne.

    @Isi: oh schön, Du hast sie im CK gesehen. Da dümpeln sie ein wenig vor sich hin ;)

    @Suse: ok. Was ich ja nicht verstehe ist, dass man das nicht bei der Rechtschreibreform berücksichtigt hat :o)

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  16. @Toni
    ja, eigentlich ne Frechheit! Da werden die schönsten Kreationen der deutschen Wortschöpfung in ihrer Schreibweise auf Lautschrift reduziert und auf der anderen Seite muss man sich mit solchen Zungen- und Fingerbrechern rumschlagen.

    Wieso weiß ich eigentlich nicht, dass du die im schon mal im CK...?

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  17. Das frag ich mich aber auch. Die hab ich sogar als Rezept eingetippselt *strengschau*

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  18. Das ist hohe Kochkunst - Respekt.

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  19. Tatsächlich, jetzt hab ich das überprüft und muss feststellen, dass du Recht hast.

    Nunja, im CK sind auch einfach zu viele gute Rezepte, da kann man doch mal eins übersehen.

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  20. Oberschienen, auf der "Oberschiene" des Backofens gegrillt - so mag ich sie auch. Am liebsten alla parmigiana.Zu Gnocchi habe ich ein gestörtes Verhältnis. Zu viele weiche und klebrige hatte ich schon am Gaumen kleben. Bei deinen nehme ich allerdings an, dass sie mir schmecken würden.

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  21. @Mestolo: :)

    @Suse: dann will ich mal nicht so sein :o)

    @Eline: klebrige Gnocchis frisch aus dem Kochwasser mag ich auch nicht, deswegen lass ich sie abtropfen und kurz stehen und brat sie vor dem Servieren leicht an.

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  22. Wie lecker ist das denn bitte?? Also, dafür tätste von mir glatt noch ein Hanuta obendrauf bekommen! :o))
    Schön, dass die Aubergine ihren Siegeszug durch deutsche Küchen antritt.

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  23. Christina, das Hanuta stifte ich dem Erfinder der essbaren Oberschiene :). Schön ist ja auch, dass die Oberschiene garnicht toier ist ;o)

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  24. Mir gehts da wie AT, ich krieg die blöden Dinger einfach nicht hin...

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  25. Oh, oh, oh, was für ein schönes Gericht! Besonders die Auberginengnocchi, das hast du wieder Spitzenmäßig gemacht!

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  26. @Claus: das wichtigste dabei ist wirklich, dass die Kartoffeln gut ausdampfen. Deswegen das Garen im Ofen.

    @Hannes: Danke :)

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  27. Ok, ich schliesse mich an :-) das sieht toll aus! Ich habe, wie Arthurs Tochter, leider noch keine "salonfähigen" Gnocchis zusammengebracht. Als nächstes probiere ich die Ricotta-Gnocchis und wenn ich dann nicht komplett demotiviert bin, sind Deine dran :-)LG Andrea

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  28. @Andrea: die Ricotta Gnocchi von Petra will ich auch bald mal probieren. Bloß nicht aufgeben ;)!

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