Dienstag, 2. Oktober 2012

Richtfest für ein Butterbrot

oder: Brotbackhaus selbstgebaut - nach ausführlicher Recherche in Internet und Fachliteratur und Praxistests am Holzbackofen der NL Nord

Die Heike möchte ein Butterbrot. Nein, sie möchte DAS Butterbrot. Kein Problem, liebe Heike, bekommst Du. Geht auch schon los:

Fundament graben, Tonnen Beton zu einer Bodenplatte verarbeiten, darauf einen Unterbau mauern und die Sockelplatte für den Ofen gießen. Dabei blöderweise vergessen fotografisch zu dokumentieren.

Schamotteplatten verlegen, Bogen für die Ofenöffnung mauern. Vorher ausgiebig über den richtigen Radius diskutieren. Oben eine Aussparung für den Kamin lassen.

Jetzt zeigt sich, wer früher im Sandkasten die besten Kuchen gebacken hat. Der künftige Backraum wird aus Sand geformt und mit einer dicken Schicht feuerfestem Beton umgeben. Der Sand lässt sich entgegen den Befürchtungen 1a wieder entfernen, nachdem der Beton ausgehärtet ist. Und der künftige Kamin bekommt einen Sockel.

Eigentlich ist der Ofen in seiner Grundfunktion fertig, was jetzt noch kommt ist bis auf den Kamin für einen guten Zug und zusätzlicher Dämmung schöner Wohnen. Außenmauer bauen, vorher ausgiebig den Winkel des Giebels diskutieren.
Jetzt kommt eine Arbeit, die besonders Tortenbäckern liegen müsste: das Verputzen. Aber auch für eine Dessert erprobte Hobbyköchin ist diese Aufgabe meisterbar. Die Dachbalken werden auch schon angepasst und ein kleines Probefeuer angezündet.

Dämmmaterial einlegen BEVOR! man den Dachstuhl baut. Dach decken und feststellen: was soll denn der Kamin da? Pause einlegen. Flex anschmeißen (ja, ich weiß, richtige Dachdecker machen das mit dem Hammer).

Vor lauter Begeisterung über das final eingedeckte Dach vergessen, das fertige Häuschen zu fotografieren. Daher hier der Zwischenstand vor Einsatz Flex:

Ersten Backversuch mit Pizza (inkl. Vorrat für die TK-Truhe) und diesen sensationellen Brotstangen erfolgreich durchführen. Dabei die Dokumentation des Temperaturverlaufes nicht vergessen.

Jetzt fehlen noch: Blendbretter und so Firlefanz, zwei Ziegelreihen Kamin plus Regenschutz, ordentliches Equipment zum Ofen be- und entladen und die Renaturierung der direkten Umgebung des Häuschens, die beim Bau doch etwas gelitten hat.

Aber zuerst bekommt die Heike ihr Butterbrot. Und zwar das beste Stück, noch lauwarm: das Scherzl. Mit dick Butter und ein paar Salzflöckchen.

War doch ganz einfach!

Butterbrot Event













Kommentare:

  1. Das scheint der Niederlassung Süd ja richtig gut gelungen zu sein, Respekt!
    Ein Fundament, ein bisschen mauern und betonieren, Dachstuhl, Dach decken, verputzen, Brot und Pizza backen.... und was habt ihr dann mit dem angebrochenen Nachmittag noch so gemacht?

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    1. Gebacken haben wir erst Abends, Matthias. Nachmittags hab ich die Kuh gemolken und Butter gemacht und Herr Toni hat das Korn geerntet und Mehl gemahlen.

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  2. Ja sag! Wie genial seid ihr denn!

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    1. Hach danke, wir geben uns Mühe :D

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  3. Das ist ja einfach nur toll!
    Aber dieses ewige Fotografieren-Vergessen! Daran musst Du schon noch arbeiten und etwas sorgfältiger werden. Man bekommt ja gar kein richtiges Bild von der Sache.

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  4. Super! Auf viele weitere gelungene Butterbrote :-)

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  5. Chapeau ! Ich bekomme noch nicht einmal ein Billyregal zusammengeschraubt.
    Ich habe Tränen in den Augen, weil das Brot sowas von lecker aussieht !

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    1. Ein Billyregal ist aber auch nicht einfach, Axel. Für sowas haben wir bei 180° einen Praktikanten :o)

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  6. Klasse ;-) Muss mal kommen und wir backen ein zypriotisches Osterbrot "Flaouna" zusammen. Lieben Gruß Sanne

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    1. Geht das auch als Butterbrot durch, Sanne?

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  7. Weltklasse!
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

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  8. Und dieses geniale Teil steht in Neuhausen???

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  9. Nein, etwas außerhalb im Garten. Also quasi am Landsitz ;)

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  10. Boah, sowas von toll! Ich bin schwerst beeindruckt! Kompliment, das sieht genial aus!

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    1. *flüster* als es fertig war, war ich auch ein bisschen beeindruckt

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  11. Sensationell. 100% Neid gehören dir. Geiles Teil!

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  12. Oh wie genial ist der den?!!! Da bin ich auch etwas neidisch, der würde sich im Widmattschen Garten auch ganz toll machen. Und die Brote erst.
    Liebs grüessli
    Irene

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  13. Ich will ja nicht auch noch mit in den Chor einstimmen und sagen, dass dieses Wahnsinnsteil auch gut nach Berlin passen würde. Nein, mir würde schlichtweg ein monatliches Carepaket mit deinem wunderbaren Backergebnis reichen. Butter und Salzflöckchen hätt ich vorrätig. ;-)

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  14. Ihr seid sowas von bekloppt!!!

    Als ob ihr in der NL Süd nicht schon genug Arbeit hättet. Nein! Da wird nochmal eben ein Holzbackofen gebaut, der ja auch benutzt werden will. Mit Vorbereitung, Backtag und Nachlese sind das locker zwei volle Tage Arbeit, um einen mickrigen Heizzyklus mit Backgut zu bedienen...und dann muss das alles noch gegessen werden!!
    Mal ganz zu schweigen von den sogenannten "Freunden", die auf einmal wie Pilze aus dem Boden schießen udn sich als potentiele Abnhemer anbieten, von wegen "Ich zahl auch dafür". Pah!!!


    Neeneenee, sowas kann ich überhaupt nicht nachvollziehen....tststs

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    1. Ich weiß Suse, sowas würdest Du nicht auch nur ansatzweise in Betracht ziehen :o)

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  15. Jetzt wo die Suse das so schreibt: Kann ich einmal im Monat ein Brotpaket bekommen? Ich zahl auch dafür!

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    1. Währet den Anfängen!!!!

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    2. Äh, wir sind gerade noch im Testbetrieb. Das muss jetzt erstmal alles genau erprobt werden, dann machen wir ein Review und dann Lessons Learned und dann werden wir vermutlich weiter probieren...

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  16. Ey, hab ich schon wieder den Kommentar versemmelt?
    Großartig, das nenn ich wahren Butterbroteinsatz!
    Fragt sich nur was ihr alles anstellt, wenn ich mal nach dem besten Steak frage...

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    1. Steaks sind kein Problem. Da haben wir mit Leo DEN Experten an Board.

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  17. Also ich finde auch, dass Du das Thema alles in allem recht gründlich vertieft hast.

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    1. Danke Gottfried! Wenn wieder Holz gehackt werden muss melde ich mich :D

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  18. Haha!
    Sehr geniale Bilderfolge!
    Ich bin wirklich begeistert.
    Aber ich denke, es wird nicht einfach sein, ein Gefühl für diese Art Ofen zu gewinnen.
    Ich wünsche Euch viel Erfolg.

    Mit leckerem Gruß
    Peter

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