Susa hats mal wieder auf den Punkt gebracht: Fußball-EM und Küchenschlacht sind überhaupt gar nicht in Einklang zu bringen. Maximal Käse, Oliven, Salami, also "Aufreißen, schneiden und ab in die Schüssel" sind die kulinarischen Highlights derzeit.
Durchaus nicht zu unterschätzen sei dabei auch die Aufwandsreduzierung nach der Mahlzeit: Das Holzbrett kann, nachdem die Käsekrümel mit dem angeleckten, rechten Zeigefinger aufgenommen wurden, optisch sauber wieder im Schrank verschwinden und die Schälchen oder Teller aus Glas und Porzellan landen platzsparend in der Spülmaschine. Herrlich! Das ist ja fast wie Grillen! Da muss man das Kochgeschirr nämlich auch nicht mühselig reinigen, das macht die Pyrolyse beim nächsten Anfeuern...
Aber lange wird König Fußball unsere Nahrungsaufnahme nicht mehr beeinflussen. Nach dem 1. Juli ist der Spaß wieder vorbei. Dann heißt es wieder Kartoffeln schälen, Gemüse putzen und schmutziges Geschirr noch und nöcher produzieren. Schade eigentlich!
Aber da ich die Hoffnung noch immer nicht aufgebe, dass wir doch noch von einer sommerlichen Hitzewelle überrollt werden, kann die Extase am Herd ruhig noch ein bisschen herausgezögert werden, denn wenn erstmal die Temperaturen an der 30°- Marke kratzen, dann mag ich eh nicht mehr kochen...maximal draußen vielleicht.
Und dann hab ich aber immer noch das Abwaschproblem... in dem Zusammenhang komm ich doch nochmal auf das uns alle beschäftigende Thema Fußball zurück, auf einmal assoziieren ich damit hochbezahlte Fußballprofis wie sie bei der heißen, feuchten Ukrainer Luft stehend auslaufen und mit ihrem Schweiß die Trikots auf dem Rücken und unter den Achseln dunkel färben. Mr." Nasses-T-Shirt" ist mir da schon hundert Mal in den Sinn gekommen und so in Gedanken hab ich schon diverse gefallene Tore beinahe verpasst. Was wollte ich damit eigentlich...?
Ach ja! Genau so triefend und schweißtreibend fühle ich mich, wenn ich an einem lauen Sommerabend in der Küche stehe und meine Hände in dem heißen Abwaschwasser nach Messern und sonstigen Utensilien tauchen, um alles am Ende porentief rein gewaschen zu haben. Ich laufe aus!
Also vielleicht doch die Zeit der Käse-Wein-Abende verlängern? Gern! Aber zwischendurch darf es auch mal eine Schnitte sein. Nanana? Seh ich da etwa den ein oder andern Nasenrümpfer? Schnitte? Na gut, dann eben nicht Schnitte, sondern... Stulle? Brotzeit? Canapé? Sandwich? Tramezzini?
Sucht euch was aus während ich kurz skizziere, was mir so vorschwebt:
TST (Toast-Schnittchen-Türme)
Trammezzinibrote
frische, aromatischeTomaten
getrocknete Tomaten in Öl
Frühlingszwiebeln
Basilikumblätter
Olivenöl
Salz
Pfeffer
dicke Bohnen, TK (ich hatte noch welche aus der Ernte 2011)
Fond
Salz
Pfeffer
Zitronensaft
Büffelmozzarella
Frischkäse
Tramezzinibrote auf dem Grill oder in der Grillpfanne anrösten, so dass schöne Streifen entstehen. Tomaten waschen, vierteln, entkernen und das Fleisch in kleine Würfel schneiden.Getrocknete Tomaten fein würfeln, Frühlingszwiebeln in ganz feine Ringe schneiden, Basilikum in feine Streifen schneiden. Alles mischen, mit etwas Olivenöl, Salz, Pfeffer würzen und kurz durchziehen lassen.
Dicke Bohnen auftauen, die Kerne von den festen Häutchen entfernen und in Fond (Gemüse oder Huhn) in 5-10 Minuten garen. Die Farbe sollte in jedem Fall noch schön saftig grün sein. Bohnen im Blender pürrieren und ggf, so viel von der Kochflüssigkeit zugeben, dass eine streichfähige, homogene Masse entsteht. Mit Pfeffer, Salz, Zitronensaft würzen.
Mozzarella in nicht zu dicke Scheiben schneiden.
Eine Scheibe Tramezzinibrot mit dem Bohnenpürre bestreichen, eine zweite Scheibe Brot drauflegen und leicht andrücken. Die Oberseite mit Frischkäse bestreichen, Mozarella drauflegen, die nächste Scheibe mit Frischkäse bestreichen und mit der Seite auf den Mozzarella legen. Die Oberseite wieder mit Frischkäse bestreichen, dann großzügig die Tomatenmasse verteilen. die letzte Scheibe Tramezzinibrot wieder von einer Seite mit Frischkäse bestreichen und diese auf die Tomaten legen. Alles stramm in Frischhaltefolie wickeln und für 1 bis 2 Stunden in den Kühlschrank legen. Herausnehmen, auspacken, mit Spießen fixieren und in Stücke schneiden.
Am besten von der Platte direkt aus der Hand essen, dann gibt es auch keine Last mit dem Abwasch. Dann klappts bestimmt auch mit den Italienern :o)



Das wird morgen für mich sicher das Spiel der Spiele. Mitten unter Italienern werde ich im Ansatz versuchen die Deutschen anzufeuern. Die Idee mit den Tramezzini ist sehr gut. Vielleicht kann ich damit punkten, wenn die Italiener verlieren.... :D
AntwortenLöschenDas ist in der Tat eine Herausforderung der besonderen Art. Ich drück die Dauemn bei Trösten der Intaliener, denn darauf wird es schließlich hinauslaufen
LöschenDie Dinger sehen so unglaublich appetitlich aus, dass die sicher knapp werden.
AntwortenLöschenUnd überhaupt, damit hast Du dich entschieden als Fußballexpertin qualifiziert. Und zwar wesentlich konstruktiver als die üblichen Aufstellungsbesserwisser!
Ich beweg mich einfach liefer auf sicherem "Terräng" :o)
Löschen"lieber" ;o)
LöschenDie reichen nie im Leben! Wir müssen die Italiener mit den Dingern so vollstopfen, dass sie nicht mehr laufen können.
AntwortenLöschenSo lecker, wie die (natürlich NICHT die Italiener, sondern diese Türmchen!)aussehen können sie sich (hier die Italiener!)gar nciht dagegen wehren - hihi und wir sind im Finale!!!
Beim Viertelfinale hab ichs anders versucht, nach dem Motto "Wir essen unsere Gegener auf", gabs Tzaziki, griechische Hackbällchen, gefüllte Weinblätter und weiße Bohnen in Tomatensoße. Und dass es gefunzt hat, wissen wir ja alle... :o)
LöschenDie Wege zum Erfolg sind oft mannigfaltig...man muss nur flexibel bleiben...
LöschenSehr schön. Dass sich das ganze in den italienischen Nationalfarben abspielt, ist ja wohl hoffentlich reiner Zufall. Mir schwebt da ja eher was mit Tapenade, Paprika und Maishühnchen vor. Alternativ Curryfrischkäsecremegedöns :-)
AntwortenLöschenSo und weil's Gottfried angesprochen hat, jetzt noch kurz zum Thema Aufstellung. Aaaalso, ......neee? na gut, dann eben nicht.
Wobei die Empfehlung mit dem Marco Reus von der Susa ja doch irgendwie gegriffen hat.
LöschenJa, die susa kennt sich aus.
LöschenUnd Matthias' Aufstellungsweisheiten würden mich schon brennend interessieren, wenn die so gut wie seine kulinarischen Vorschläge sind, dann kann ja gar nichts mehr schief gehen.
Ich muss schon sagen: Wenn ich Marco Reus höre, denke ich sofort an Susa. Vorher kannte ich den gar nicht!
LöschenOder hätt ich das jetzt nicht erwähnen dürfen?
Super! Nicht nur optisch. Das grüne Bohnenpüree in den Schnittchen ist echt klasse!
AntwortenLöschenDas finde ich so Klasse! So elegant. Wenn Jogis Jungs gewinnen, will ich hier schwarzrotgelbe Tramezzini - nein, belegte Brötchen - sehen!
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