Vierundzwanzig Tage, vierundzwanzig Geschichtenerzähler, vierundzwanzig Türchen. Es war beeindruckend und neben der Erinnerung und der Möglichkeit alles noch einmal nachzulesen, warten wir also auf das nächste Jahr. Bestimmt klappt es wieder!
Aber nicht nur das Warten auf Weihnachten hat ein Ende, nein, Weihnachten selbst ist auch bereits vorbei. Ein paar Tage bleibt der Glanz der (noch nicht abgebrannten) Kerzen und Lichter noch erhalten, bis uns dann der Alltag wieder hat. Aber alles zu seiner Zeit.
Erst eintmal befinden wir uns in der sogenannten Zeit "zwischen den Jahren" und steuern in großen Schritten auf Silvester zu, was für viele nochmal ein kulinarisches Highlight bedeutet.
Um bis dahin den Fett-Zucker-Fleisch-Alkohol und sonstwas-Ungesundes-Spiegel etwas herunter zu fahren, gibts Frikadellchen, und zwar vegetarische:
Hirsefrikadellen
-Grundmasse-
150 ml Hirse
450 ml Gemüsebrühe
(ich verwende Wasser mit entsprechender Menge Gemüsebrühpulver)
1 Ei
Mehl, Paniermehl
Salz, Pfeffer
Gemüsebrühe aufkochen, Hirse einrieseln lassen, aufkochen, anschließend Herd ausstellen und 16 Stunden ziehen lassen. Alternativ kann man die Hirse ca 45 Minuten bei geringer Wärmezuführ ziehen lassen, anschließend abkühlen lassen.
Ei und so viel Mehl/Parniermehl zugeben, dass die Masse einigermaßen formbar ist und zusammenhält. Eventuell eine Probeboulette braten. Die Hirsefrikadellen werden in Öl oder Butterschmalz bei mittlerer Hitze goldbraun gebraten. Die Masse ist weicher als bei Fleischfrikadellen und läuft leicht auseinander. Ich habe sie unter Zuhilfenahme eines Ausstechringes in die Pfanne gegeben, nicht angedrückt, beim Wenden laufen sie ohnehin noch etwas breit.
Pur sind die Hirsefrikadellen OK, aber nicht soooo spannend, so dass ich sie mit angeschwitzten Gemüsewürfeln, Käse, Kräutern und/oder verschiedenen Gewürzen anreichere. In diesem Fall habe ich gewürfelten Schaftskäse, getrocknete Tomaten in Öl und Oregano zugegeben.
Dazu passen Pilzragout, Gemüseragouts, Blattspinat undundund.
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Und vor allem passt Salat dazu und eine Joghurt-sauce und das ist nach den ganzen verfressenen Tagen genau das Richtige.
AntwortenLöschenIch hAbe mich derzeit auf die Verspeisung der Reste konzentriert und war gleich zweimal beim Sport... Mal sehen, ob es was hilft.
AntwortenLöschenAndreas, man sieht ja an suse, wohin das führt mit dem Sport ;o))
AntwortenLöschenbei uns ist heute auch große Restverwertungsaktion angesagt, ich muss mir eine gute Kombination aus Hirschragout, Blumenkohlflan und schlesischer Weihnachtswurst einfallen lassen
Ich weiß ja, dass ich viel zu viel Fleisch esse; und die Konsequenz mit der Eline ihre „F- Tage“ betreibt bringe ich höchstens beim Alkohol auf. Aber dieses Hirsezeugs soll mir trotzdem ein Anregung sein, mal wieder einen Besserungsversuch zu starten. Außerdem kann ich bei meinen vegetarischen Nichten damit angeben!
AntwortenLöschenIn Sachen Hirse bin ich ein wenig durch einen Hirseauflauf in der Vollkornphase meiner Mama geschädigt. Aber wenn ich das so sehe sollte ich sie vielleicht doch mal verwenden.
AntwortenLöschensusa, ja das stimmt natürlich. Wobei ich ein Verfechter der warmen Mahlzeit bin und mit so viel kalter Beilage wär mir das bei dieser Jahreszeiz entschiedend zu kalt :o)
AntwortenLöschenAndreas, wir waren so verfressen...oder besser: ich habe so gut kalkuliert an Weihnachten, dass quasi keine Reste da sind.
Gottfried, siehste, so schlecht ist Hirse gar nicht, und wenns bloß zum Angeben ist :o)
Ja, Toni, so eine Phase gabs bei uns zu Hause auch. Allerdings hat mir das damals auch schon geschmeckt. Falls du dich nochmal rabntrauen solltest, fang lieber erstmal nur mit einem Drittel der Menge an, wenn die in der Tonne landet, tuts zwei Drittel weniger weh :o)
Ich muss gestehen, Hirse hat den Weg noch nicht in meine Küche gefunden. Klein geformt und angebraten kann ich mir diese Hirse "Pflanzerl" aber gut zu orientalischem Lammragout vorstellen, denn das hat den Weg schon gefunden... ;)
AntwortenLöschenvierundzwanzig Tage habe ich mich aufs Türchen öffnen gefreut, Eure Geschichten gelesen und Anregungen aus den Rezepten gezogen. Dafür meinen herzlichen Dank. Dass Ihr jetzt auch noch an meine Leber denkt und mir ein entsprechendes Rezept liefert, finde ich einmal mehr klasse.
AntwortenLöschenIch freue mich auf Eure Geschichten in 2012 und sende Euch die besten Wünsche für Eure Freundschaft, Euren Blog und allezeit den besten Genuss. Gesundheit und Zufriedenheit Euch von ganzen Herzen für 2012.
Liebe Grüße
Klärchen
Klärchen und wie wär's, magst Du nächstes Jahr nicht auch mit dabei sein?
AntwortenLöschenWir wünschen Dir auch ein gesundes, glückliches und genussreiches 2012 und freuen uns auf ein Wiederlesen
Susa, gerne bin ich im nächsten Jahr dabei! Hätte ich mich anmelden müssen, wenn ja hatte ich den Aufruf wohl verpeilt :/ dann mache ich das für 2012 schon mal jetzt. Der Mensch braucht ja Ziele;-)))
AntwortenLöschenLiebe Grüße bis 2012
Klärchen
nein, die Autoren wurden alle von uns persönlich eingeladen und eingeteilt, es war ja kein Blogevent sondern ein Adventskalender mit jedem Tag nur einem Türchen (=Autor), aber ich hab Dich jetzt auf die Liste für nächstes Jahr geschrieben
AntwortenLöschenAlso, als ich klein war hatten wir einen Vogel (im Käfig). Der hat sich immer wahnsinnig über Hirsekolben gefreut. Da kann ich echt keine Frikadellen draus machen...und wenn sie noch so appetitlich aussehen. ;-)
AntwortenLöschenIch sehe, der Adventskalender 2012 fängt schon jetzt an Formen anzunehmen, seeeeeehr gut :o)
AntwortenLöschenMatthias, bestimmt ist das auch ganz gut so, dass sich nicht jeder an Produkten aus Hirse erfreuen kann, nicht dass der Wellensittig auf FAstfood o.ä. umsteigen muss :o)